Gebrauchtwagenfinanzierung – was muss man wissen?

Kaum jemand hat heute genug Geld gespart, um einen Neuwagen oder einen teuren Gebrauchtwagen zu finanzieren. Dank der niedrigen Zinsen ist es heute jedoch möglich, sich zu besonders günstigen Konditionen Geld auszuleihen. Die Gebrauchtwagensuche ist heute so einfach wie nie zuvor. Zahlreiche Plattformen im Internet haben sich auf die Gebrauchtwagenverkauf spezialisiert. Hier findet man eine übersichtliche Suchmaske, wo man gezielt nach Autos filtern kann, die den persönlichen Vorstellungen entsprechen. Ist man sich noch nicht sicher, welche Modelle in die engere Auswahl kommen, kann man technische Daten auch bei mobile.de vergleichen. Vor allem bei neueren Gebrauchtwagen bieten manche Händler schon in der Anzeige eine Finanzierungsmöglichkeit an. Auch wenn das Angebot günstig klingt, sollte man unbedingt noch andere Möglichkeiten checken. Schließlich bindet man sich bei einer Autofinanzierung oft auf mehrere Jahre an einen Kreditgeber. Meist ist es schwierig, aus dem Vertrag auszusteigen, sobald dieser unterfertigt wurde.

Leasing oder Kredit?

Generell unterscheidet man bei der Autofinanzierung zwischen dem Modell „Leasing“ und einem „Privatkredit“. Beim Leasing geht der Wagen in das Eigentum des Geldgebers über. Als Autolenker mietet man das Fahrzeug sozusagen von dem Geldinstitut. Dieses Modell hat Vor- und Nachteile. Meistens muss man nur eine geringe Anzahlung leisten und die monatlichen Raten sind besonders bei Kleinwägen überschaubar. Auf der anderen Seite ist man an die Konditionen des Leasinggebers gebunden. Zu den Auflagen zählt zum Beispiel die Kilometerlimitierung. Mit manchen Leasingwägen darf man pro Jahr nicht mehr als 10.000 Kilometer zurücklegen. Für Pendler ist dieses Modell oft uninteressant. Außerdem gibt der Leasinggeber vor, welche Versicherung man für den Wagen abschließen muss. In den meisten Fällen handelt es sich um eine Vollkaskoversicherung, die auch für Schäden am eigenen Fahrzeug aufkommt, wenn man selbst Schuld am Unfall trägt. Diese Variante kann mitunter relativ kostspielig werden. In den Fahrzeugpapieren ist man als Leasingnehmer nicht als Eigentümer angeführt. Die Laufzeit des Vertrags ist Vereinbarungssache, meisten handelt es sich um einen Zeitraum von drei Jahren. Danach kann man den bestehenden Vertrag verlängern, das Auto zu einem Restwert kaufen oder einen neuen Wagen übernehmen. Entscheidet man sich auf der anderen Seite für einen Privatkredit, kann man dem Verkäufer gegenüber wie ein Barzahler auftreten. Dank der niedrigen Zinsen sind Kredite heute sehr günstig zu bekommen. Allerdings rentiert sich ein eingehender Check der Zinsen und Konditionen, bevor man seine Unterschrift unter einen Kreditvertrag setzt. Am besten benutzt man einen der praktischen Kredit Checks im Internet. Dabei muss man in einer einfachen Suchmaske angeben, welchen Betrag man ausborgen möchte, wie lange die Laufzeit des Vertrags sein soll und für welchen Verwendungszweck das Geld gebraucht wird. Viele Geldinstitute bieten spezielle Autofinanzierungen an. Dabei wird das gekaufte Fahrzeug bei der Bank als Sicherheit hinterlegt. Ist man nicht mehr dazu in der Lage, die Kreditraten zu bezahlen, geht der Wagen in das Eigentum der Bank über.

Beim Kreditvergleich ist es immer wichtig, den effektiven Zinssatz heranzuziehen. Nur dieser Wert beinhaltet nämlich sämtliche Kosten. Wer einen Kredit aufnimmt, muss nicht nur die monatlichen Raten bezahlen. Es kommen auch Kosten für die Kontoführung und Bearbeitung auf. Wer sich für einen Privatkredit entscheidet, wird bei der Anmeldung natürlich als Fahrzeugeigentümer eingetragen. Es steht einem frei, für welche Versicherung man sich entscheidet. Kommt es jedoch zu einem Unfall und der Wagen ist danach völlig kaputt, muss man die Kreditraten natürlich weiter bezahlen bis der volle Betrag getilgt ist. Egal ob man sich für Leasing oder einen Kredit entscheidet, wichtig ist vor Vertragsunterzeichnung zu klären ob man sich die Zahlung der Raten langfristig überhaupt leisten kann.