Erstmalig: Bank zahlt Zins bei Kreditvergabe

Geldanleger werden momentan von den großen deutschen und europäischen Banken mit Mini-Zinsen vertröstet, die kaum die Inflationsrate ausgleichen. Mit dieser Geiz-Taktik wollen die Banken Sparer zum Geld ausgeben motivieren und somit die Wirtschaft ankurbeln. In Dänemark führte dieser Trend sogar zu einem bisher noch nie vorgekommenen Phänomen, denn für ihren dreijährigen Kredit bekam eine Dänin erstmalig 0,0172 Prozent effektiven Jahreszins gutgeschrieben. Einem Bericht der „Financial Times“ zufolge entspricht das rund einem Euro pro Monat. Doch was hat die dänische Bank davon? Sie geht davon aus, dass der Wert des Geldes zum Zeitpunkt der Rückzahlung durch weiterhin fallende Zinsen mehr wert sein wird, als dies zum Zeitpunkt der Ausgabe des Kredits der Fall ist.

Risiken und Absurditäten des Negativzins-Systems

Ob sich dieser Trend auch in den EU-Staaten durchsetzt, ist noch offen. Europäische Banken könnten dabei die Parkgebühren ihrer Geldanlagen bei der EZB umgehen und diese stattdessen für einen Mini-Zinssatz beim Endverbraucher unterbringen. Niedrigzinsen und Billigdarlehen stellen jedoch ein großes Risiko für die Finanzwirtschaft dar, denn sie veranlassen viele Bürger dazu, Wohnraum zu kaufen, was den Immobilienpreis in die Höhe schnellen lässt. Kommt es dann wieder zu einem Zinsanstieg, droht die Immobilien-Blase zu platzen.

Auch die Staatsanleihen nehmen in Deutschland immer absurdere Dimensionen an. Eine zehnjährige deutsche Staatsanleihe bringt derzeit nur 0,18 Prozent Zinsen. Zwei- und fünfjährige Anlagen sind schon längst im Negativzinsbereich. Der Käufer muss dem Staat also Geld dafür bezahlen, dass er diesem Geld leihen darf. Somit müssen besonders solvente Staaten wie Deutschland für Neuschulden keine Zinsen mehr bezahlen. Die Schweiz hat in den letzten Wochen Woche sogar die ersten zehnjährigen Staatsanleihen mit einem Negativzins von Beginn an vergeben.

Weltsparen als Alternative Geldanlage

Alternativen zu den Mini- und Negativzinsen renommierter Banken bieten viele kleinere Kreditinstitute wie die Fibank. Die bulgarische Universalbank liegt mit einem Festgeldzins von 2,10% für ein Jahr rund 1% über dem Zinssatz deutscher Banken. Das geht aus einem Bericht von sparkonto.org hervor. Die Zinsen sind in den Nachbarstaaten oft deutlich höher und die Gelder deutscher Sparer für die ausländischen Kreditinstitute eine interessante Geldquelle. Der Vermittler „Weltsparen“ bringt dabei Anleger und Bank zusammen und ermöglicht eine umstandslose Absprache beider Parteien. Die Anlagen deutscher Sparer unterliegen bei der Fibank der bulgarischen Einlagensicherung, bei der, wie in den meisten Europäischen Staaten, 100.000 Euro pro Kunde gesichert sind.

Bildrechte: Flickr Europäische Zentralbank (EZB) Kiefer. CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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