Autofinanzierung – ein Überblick

Viele Autobesitzer sehen mit Nervosität der Jahresüberprüfung ihres in die Jahre gekommen Fahrzeugs entgegen. Was tun, wenn es nicht mehr für die Prüfplankette reicht oder wenn teure Reparaturen ins Haus stehen, die sich eigentlich nicht mehr auszahlen? Nicht jeder verfügt über genügend finanzielle Reserven, um sich jederzeit ein neues Fahrzeug kaufen zu können. Selbst wenn man sich für gebrauchte Fahrzeuge entscheidet, muss man mehrere tausend Euro investieren. Was tun, wenn das nötige Kleingeld für den Autokauf fehlt? Es stehen mehrere Möglichkeiten für die Fahrzeugfinanzierung zur Auswahl:

  • -) Finanzierung durch die eigene Hausbank oder ein anderes Geldinstitut
  • -) Finanzierung durch eine Autobank
  • -) Leasing

Vor- und Nachteile der einzelnen Finanzierungsformen

Der große Vorteil bei der Finanzierung durch einen Kredit ist, dass man dem Verkäufer gegenüber wie ein Barzahler auftreten kann. Kann man einen Wagen ausbezahlen, gewähren viele Autohändler Rabatte, die Leasingnehmern nicht zur Verfügung stehen. Außerdem ist man bei der Kreditfinanzierung als Eigentümer in den Wagenpapieren eingetragen. Autobanken sind spezielle Geldinstitute, die sich wie der Name schon sagt, auf die Finanzierung von Fahrzeugen spezialisiert haben. Die meisten Autobanken agieren als Direktbanken, was bedeutet dass dem Kreditnehmer kein Filialnetz zur Verfügung steht. Sämtliche Transaktionen werden über das Internet abgewickelt.

Wer eine ausführliche Beratung und ein persönliches Gespräch sucht, wird den Service traditioneller Geldinstitute vermissen. Ähnlich wie bei anderen Direktbanken können auch Autobanken besonders günstige Konditionen anbieten, weil sie kein teures Filialnetz erhalten müssen. Kredite sind in der Regel gut planbar. Nimmt man sich einen Kredit für den Autokauf auf, muss man sich jedoch darüber im Klaren sein, dass die Raten selbst dann weiter zu bezahlen sind, wenn das Auto vor Ende der Vertragslaufzeit kaputt geht. Beim Leasing mietet man den Wagen sozusagen während der Dauer des Vertrags. Die meisten Leasingfirmen sehen einen Eigenerlag vor, den man bei Wagenübernahme leisten muss. Allerdings müssen Leasingnehmer gewisse Vorschriften einhalten. Meistens ist die Zahl der Kilometer, die man pro Jahr mit dem Fahrzeug zurücklegen darf, festgelegt. Außerdem ist eine Vollkaskoversicherung vorgesehen, die für Schäden am Fahrzeug bezahlt.

Diese Art der Versicherung ist teuer, allerdings möchte sich das Leasingunternehmen natürlich absichern und garantieren, dass alle Reparaturen bei einem Unfall oder Parkschaden auch tatsächlich durchgeführt werden. Schließlich ist der Leasingnehmer nach Ablauf des Vertrags nicht dazu verpflichtet, das Auto zu kaufen. Darin liegt der Vorteil der Leasingfinanzierung – man kann sich nach wenigen Jahren ein anderes Fahrzeug nehmen, das auf dem neuesten Stand der Technik ist. Egal für welche Form der Finanzierung man sich entscheidet, wichtig ist nicht das erstbeste Angebot zu nehmen. Die Verträge bei Leasing und Kredit unterscheiden sich erheblich. Oft wird mit besonders attraktiven Zinsen geworben, dafür bezahlt man Bearbeitungsgebühren und hohe Spesen für den Vertragsabschluss. Da man sich bei Kredit und Leasing für längere Zeit an ein Geldinstitut oder ein Leasingunternehmen bindet, zahlt sich ein sorgfältiger Vergleich aus.

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